Kategorie: Moneymanagement

  • 2.9 Selbstständig, aber pleite? Die 5 größten Geldfallen für Unternehmer – und wie du ihnen entkommst

    2.9 Selbstständig, aber pleite? Die 5 größten Geldfallen für Unternehmer – und wie du ihnen entkommst

    Eine unbequeme Wahrheit, die kaum jemand ausspricht

    3 von 4 Selbstständigen in Deutschland haben keine finanziellen Rücklagen für mehr als drei Monate.

    Das ist keine Panikmache. Das ist Statistik. Und sie stammt vom DIW Berlin (2023).

    Selbstständigkeit klingt nach Freiheit.

    Nach „Ich mache mein Ding“.

    Nach Arbeiten, wann und wie man will.

    Doch hinter den Instagram-Posts mit Laptop und Cappuccino verbirgt sich für viele eine ganz andere Realität:

    Volle Auftragsbücher – leere Konten.

    Das Bittere daran:

    Es liegt selten am fehlenden Umsatz.

    Es liegt fast immer am fehlenden Moneymanagement.

    👉 Unternehmertum ohne Finanzstrategie ist wie Autofahren ohne Lenkrad.

    Du bewegst dich – aber nicht dorthin, wo du eigentlich hinwillst.

    Und genau darum geht es in diesem Artikel:

    Warum so viele Selbstständige trotz harter Arbeit finanziell auf der Stelle treten –

    und wie du vermeidest, in dieselben Geldfallen zu tappen.

    Warum Umsatz keine finanzielle Sicherheit schafft

    Die meisten Selbstständigen starten mit einer Idee.

    Mit Motivation.

    Mit dem Wunsch, nie wieder für jemand anderen zu arbeiten.

    Was fast niemand mitbringt: ein funktionierendes Geldsystem.

    Stattdessen passiert Folgendes:

    • Umsatz wird mit Gewinn verwechselt
    • Rechnungen werden gefeiert, bevor das Geld da ist
    • Steuern werden verdrängt
    • Rücklagen werden „später“ gemacht
    • Der Unternehmerlohn ist das, was am Monatsende übrig bleibt

    Oder anders gesagt:

    Das Unternehmen wächst – aber der Mensch dahinter bleibt im Überlebensmodus.

    Besonders fatal wird das durch drei typische Rahmenbedingungen der Selbstständigkeit:

    1. Unregelmäßige Einnahmen

    Ein guter Monat fühlt sich großartig an.

    Ein schlechter bringt sofort Existenzangst.

    Ohne Rücklagen wird jede Schwankung zur emotionalen Achterbahnfahrt.

    2. Steuerliche Überraschungen

    Umsatzsteuer, Einkommensteuer, Vorauszahlungen.

    Viele unterschätzen systematisch, was wirklich ihnen gehört – und was dem Finanzamt.

    3. Reinvestition ohne Struktur

    Neue Tools, Coachings, Software, Marketing.

    Alles „wichtig“.

    Alles „notwendig“.

    Aber oft ohne klare Prioritäten.

    📉 Das Ergebnis:

    Du arbeitest mehr als je zuvor.

    Du bist ständig beschäftigt.

    Aber echte finanzielle Sicherheit bleibt aus.

    Unternehmerisches Moneymanagement

    Die gute Nachricht:

    Du brauchst kein BWL-Studium.

    Keine komplizierten Excel-Modelle.

    Keine Finanz-App mit 300 Funktionen.

    Was du brauchst, ist Klarheit.

    Studien von KfW Research zeigen:

    Unternehmen mit klarer Liquiditätsplanung überleben die ersten fünf Jahre doppelt so häufig wie solche ohne Struktur.

    Der entscheidende Mindset-Shift lautet:

    👉 Du bist nicht nur Selbstständiger.

    Du bist der CFO deines Lebens.

    Das bedeutet:

    • Du trennst Emotion von Zahlen
    • Du entscheidest proaktiv statt reaktiv
    • Du behandelst Geld als Werkzeug – nicht als Zufall

    Finanzielle Klarheit ist kein Add-on.

    Sie ist das Fundament für nachhaltigen Erfolg, Freiheit und mentale Ruhe.

    Die 5 größten Geldfallen für Unternehmer – und wie du sie vermeidest

    1. Kein fester Unternehmerlohn

    Viele Selbstständige zahlen sich selbst zuletzt aus.

    Oder gar nicht.

    Das Signal dahinter ist fatal:

    Deine Arbeit hat keinen festen Wert.

    🔁 Besser:

    Definiere einen monatlichen Unternehmerlohn – wie ein Fixgehalt.

    Auch wenn er am Anfang klein ist.

    Konsequenz ist wichtiger als Höhe.

    Psychologischer Effekt:

    Du denkst plötzlich wie ein Unternehmer – nicht wie ein Getriebener.

    2. Alles auf einem Konto

    Geschäftsausgaben.

    Steuern.

    Private Kosten.

    Rücklagen.

    Alles auf einem Haufen.

    Das führt zu falschen Entscheidungen, weil dein Kontostand dir eine Realität vorgaukelt, die nicht stimmt.

    🔁 Besser:

    Nutze mehrere Konten mit klarer Funktion:

    • Geschäftskonto
    • Steuerkonto
    • Rücklagenkonto
    • Optional: Investitionskonto

    👉 Struktur reduziert Stress – sofort.

    3. Rechnung gestellt = Geld erhalten

    Ein Klassiker.

    Du stellst eine Rechnung über 10.000 €.

    Du fühlst dich reich.

    Du gibst Geld aus.

    Das Problem:

    Noch ist kein Cent geflossen.

    Zahlungsziele, verspätete Überweisungen, Ausfälle – all das ist Realität.

    🔁 Besser:

    Plane mit dem, was auf dem Konto ist, nicht mit dem, was auf dem Papier steht.

    Liquidität schlägt Umsatz. Immer.

    4. Keine Rücklagen für schlechte Monate

    Aufträge sind nie garantiert.

    Deine Kosten schon.

    Ohne Rücklagen wird jeder Rückgang sofort zur Krise – emotional und finanziell.

    🔁 Besser:

    Baue ein Notfallkonto auf mit 3–6 Monatsgehältern.

    Nicht als Luxus.

    Sondern als Sicherheitsnetz für klare Entscheidungen.

    5. Kein eigener Finanz-Fokus

    „Darum kümmere ich mich später.“

    Dieser Satz kostet mehr Geld als jede schlechte Investition.

    🔁 Besser:

    Blocke einmal pro Woche 60 Minuten nur für deine Zahlen:

    • Konten prüfen
    • Einnahmen & Ausgaben reflektieren
    • Rücklagen checken

    Finanzführung ist kein Event.

    Sie ist ein Ritual.

    3 praktische Tipps, die du sofort umsetzen kannst

    Tipp 1: Zahle dich zuerst

    Nutze das Prinzip der Profit-First-Methode von Mike Michalowicz.

    Verteile eingehende Einnahmen direkt auf feste Prozentsätze:

    • Unternehmerlohn
    • Steuern
    • Rücklagen
    • Betriebsausgaben

    Was übrig bleibt, ist das Budget – nicht umgekehrt.

    Tipp 2: Mach Geld sichtbar

    Was du nicht siehst, steuerst du nicht.

    Ein einfaches Monats-Übersichtsblatt reicht völlig:

    • Startsaldo
    • Einnahmen
    • Fixkosten
    • Variable Kosten
    • Rücklagen

    Keine Komplexität. Nur Ehrlichkeit.

    Tipp 3: Investiere zuerst in Stabilität

    Bevor du das nächste Tool kaufst oder ins nächste Coaching gehst, frage dich:

    👉 Macht mich diese Ausgabe stabiler oder nur beschäftigter?

    Stabilität ist der wahre Wachstumstreiber.

    Werde CFO deiner Selbstständigkeit

    Was du heute tun kannst:

    • Eröffne ein separates Rücklagenkonto
    • Definiere deinen monatlichen Unternehmerlohn
    • Blocke einen festen wöchentlichen Finanztermin mit dir selbst

    Denn:

    Umsatz ist Eitelkeit.

    Gewinn ist Realität.

    Und Klarheit ist Freiheit.

    Wenn dir dieser Artikel geholfen hat, teile ihn mit einem selbstständigen Menschen,

    der großartig in seinem Fach ist – aber finanziell unter seinem Potenzial lebt.

    Quellen & Studien

    Kontakt

    Christian Freimann

    📧 christian.freimann@mentalsteelfactory.com

    📞 +49 177 40 56 582

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  • 2.8 Money-Mindset trifft High Performance: Wie mentale Stärke dein Geld dauerhaft verändert

    2.8 Money-Mindset trifft High Performance: Wie mentale Stärke dein Geld dauerhaft verändert

    Warum finanzielle Freiheit im Kopf beginnt

    80 Prozent der finanziell erfolgreichen Menschen nutzen tägliche mentale Routinen (Money-Mindset) – noch bevor sie irgendeine Geldentscheidung treffen.

    Diese Zahl stammt aus jahrelangen Beobachtungen von Thomas C. Corley, der für sein Werk Rich Habits hunderte Selfmade-Millionäre interviewte. Das Überraschende daran: Es ging nicht primär um Investmentstrategien, Insiderwissen oder außergewöhnliche Intelligenz. Es ging um Routinen. Um Fokus. Um mentale Klarheit.

    Geld folgt nicht dem Zufall.

    Geld folgt Verhalten.

    Und Verhalten folgt deinem inneren Zustand.

    Wer seine mentale Energie nicht steuert, wird auch sein Geld nicht steuern. Genau hier beginnt der Unterschied zwischen Menschen, die finanziell dauerhaft wachsen, und jenen, die trotz guter Vorsätze immer wieder in alten Mustern feststecken.

    Viele glauben noch immer, finanzielle Freiheit sei eine Frage von Disziplin oder Einkommen. Die Wissenschaft zeigt jedoch ein anderes Bild: Mentale Stärke ist der entscheidende Hebel.

    High Performance ist kein exklusives Konzept für Spitzensportler oder Top-CEOs. Es ist ein übertragbares System. Und es beginnt im Kopf.

    Warum so viele finanziell feststecken, obwohl sie „es besser wissen“

    Die meisten Menschen scheitern finanziell nicht an fehlendem Wissen.

    Sie scheitern an innerem Stress.

    Chronischer Druck, permanente Reizüberflutung, Unsicherheit und emotionale Überforderung versetzen unser Gehirn in einen Zustand, den Neurowissenschaftler als Survival Mode bezeichnen. In diesem Modus geht es nicht um langfristiges Wachstum, sondern um kurzfristige Sicherheit.

    Das hat massive Auswirkungen auf finanzielle Entscheidungen.

    Im Stress denkt das Gehirn nicht strategisch.

    Es denkt defensiv.

    Es meidet Risiko.

    Es verschiebt Entscheidungen.

    Es greift lieber zu kurzfristiger Erleichterung als zu langfristigem Nutzen.

    Genau deshalb werden Sparpläne abgebrochen.

    Investitionen aufgeschoben.

    Budgets ignoriert.

    Impulseinkäufe gerechtfertigt.

    Studien aus der Entscheidungsforschung zeigen, dass unter mentaler Belastung die Aktivität im präfrontalen Cortex – dem Zentrum für Planung und Weitsicht – sinkt. Gleichzeitig übernimmt das limbische System. Emotionen steuern dann Entscheidungen.

    Das Ergebnis ist finanzielles Chaos trotz guter Absichten.

    Viele Einsteiger erleben genau diesen Teufelskreis:

    Sie wollen Ordnung schaffen, fühlen sich aber überfordert.

    Sie wissen, was sinnvoll wäre, handeln aber nicht.

    Sie verwechseln fehlende Umsetzung mit mangelnder Disziplin – dabei fehlt Klarheit.

    High Performance ist deshalb kein Luxus.

    Es ist eine Überlebensstrategie in einer komplexen Finanzwelt.

    Mentale Stärke als wissenschaftlich belegter Finanzbooster

    Mentale Hochleister – egal ob im Sport, in der Wirtschaft oder im Militär – trainieren ihren Geist genauso systematisch wie andere ihre Fähigkeiten. Sie nutzen Erkenntnisse aus der Neuroperformance-Forschung, um fokussiert, ruhig und entscheidungsstark zu bleiben – selbst unter Druck.

    Das Entscheidende: Diese Methoden sind nicht angeboren.

    Sie sind trainierbar.

    Und sie funktionieren auch für finanzielle Themen.

    James Clear beschreibt in Atomic Habits einen zentralen Mechanismus erfolgreicher Veränderung: Identitätsbasierte Entwicklung.

    Nicht das Ziel ist ausschlaggebend, sondern das Selbstbild, das du entwickelst.

    Wer sich innerlich als jemand wahrnimmt, der klar mit Geld umgeht, trifft automatisch andere Entscheidungen.

    Nicht aus Zwang, sondern aus Übereinstimmung.

    Neurowissenschaftliche Studien zeigen, dass wiederholte mentale Routinen neuronale Netzwerke stärken. Das Gehirn lernt, Fokus aufrechtzuerhalten, Emotionen zu regulieren und langfristige Konsequenzen stärker zu gewichten.

    Mentale Stärke bedeutet nicht, Gefühle zu unterdrücken.

    Sie bedeutet, sie zu verstehen – und nicht von ihnen gesteuert zu werden.

    Genau hier setzt High Performance im Finanzkontext an:

    Klarheit statt Chaos.

    Struktur statt Stress.

    Bewusste Entscheidungen statt Reaktionen.

    High-Performance-Techniken, die dein Geldverhalten nachhaltig verändern

    1. Die Morgenroutine für finanzielle Klarheit

    Der mentale Zustand am Morgen beeinflusst nachweislich den gesamten Tag. Studien zeigen, dass bewusste Fokusroutinen die Entscheidungsqualität signifikant verbessern.

    Diese Routine dauert nur fünf Minuten – verändert aber deinen inneren Kompass.

    Stelle dir jeden Morgen drei Fragen:

    Wofür bin ich heute dankbar?

    Was kann ich heute tun, das mir morgen finanziell dient?

    Wer will ich langfristig in Bezug auf Geld sein?

    Diese Fragen aktivieren bewusst den präfrontalen Cortex und richten deinen Fokus auf Wachstum statt Mangel. Du programmierst dein Gehirn nicht auf Probleme, sondern auf Lösungen.

    Menschen mit klarer finanzieller Identität treffen messbar konsistentere Entscheidungen – unabhängig von Einkommen oder Startkapital.

    2. 90 Minuten Deep Work für deine Finanzen

    High Performer schaffen Klarheit durch Konzentration.

    Nicht durch Multitasking.

    Plane einmal pro Woche 90 Minuten ungestörte Zeit ein.

    Kein Handy.

    Keine Ablenkung.

    Nur du und deine Zahlen.

    In dieser Zeit überprüfst du Budgets, Ziele, Fortschritte und nächste Schritte. Diese bewusste Auseinandersetzung reduziert diffuse Ängste und ersetzt sie durch Fakten.

    Die Harvard Business Review zeigt, dass regelmäßige Deep-Work-Phasen Stress reduzieren und die emotionale Stabilität erhöhen – ein entscheidender Faktor für langfristigen Vermögensaufbau.

    3. Der Cold-Clarity-Walk

    Ein einfaches, aber extrem wirkungsvolles Ritual.

    Geh morgens zehn Minuten nach draußen – unabhängig vom Wetter.

    Kälte und Bewegung erhöhen nachweislich die Ausschüttung von Noradrenalin und Dopamin. Diese Neurotransmitter fördern Fokus, Willenskraft und mentale Wachheit.

    Nutze diesen Spaziergang, um über deine finanzielle Vision nachzudenken. Nicht über Probleme – sondern über Richtung.

    Willenskraft wird stärker, wenn sie regelmäßig trainiert wird. Und wer Willenskraft mit Zielen verknüpft, baut emotionale Verbindlichkeit auf.

    Was du heute tun kannst

    Plane für die nächsten sieben Tage täglich zehn Minuten für dein Money-Mindset ein.

    Nicht für Zahlen.

    Für Klarheit.

    Mach dir ein klares Ziel:

    Weniger Chaos.

    Mehr Bewusstsein.

    Mehr innere Ruhe bei Geldentscheidungen.

    Mentale Stärke ist wie ein Muskel.

    Und finanzielle Freiheit ist dein Trainingsziel.

    Teile diesen Artikel mit einer Person, die oft sagt:

    „Ich habe gerade keinen Kopf fürs Geld.“

    Denn genau dort beginnt der Unterschied.

    Quellen & Studien (Kurzliste)

    • Thomas C. Corley – Rich Habits
    • James Clear – Atomic Habits
    • Stanford Neuroscience Institute (2019): Mental Focus and Decision-Making
    • Harvard Business Review (2021): High Performance and Emotional Regulation

    Kontakt

    Christian Freimann

    📧 christian.freimann@mentalsteelfactory.com

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  • 2.7 Glaubenssätze, die dich arm halten – und wie du sie loswirst

    2.7 Glaubenssätze, die dich arm halten – und wie du sie loswirst

    Warum dein Kontostand nicht an deinem Job liegt – sondern an deinem Unterbewusstsein

    Dein Unterbewusstsein verarbeitet rund 11 Millionen Informationen pro Sekunde.

    Dein bewusstes Denken schafft davon gerade einmal 40.

    Diese oft zitierte Zahl aus der kognitiven Neurowissenschaft, unter anderem erforscht an der Harvard University, ist mehr als nur eine spannende Statistik. Sie ist eine unbequeme Wahrheit. Denn sie bedeutet: Der größte Teil deiner Entscheidungen entsteht nicht rational, sondern automatisch. Emotional. Gewohnheitsgetrieben.

    Vor allem beim Thema Geld.

    Wenn du tief in dir trägst, dass Geld „kompliziert“, „stressig“ oder „nie genug“ ist, dann wirst du – ganz egal, wie viele Finanzratgeber du liest – immer wieder in dieselben Muster zurückfallen. Dein Verhalten folgt deinem inneren Programm.

    Gedanken erschaffen Realität.

    Nicht esoterisch. Sondern messbar.

    Und genau deshalb scheitern so viele Menschen nicht an mangelndem Wissen, sondern an unsichtbaren Überzeugungen, die sie seit ihrer Kindheit begleiten. Über Geld. Über Erfolg. Über sich selbst.

    Die unsichtbaren Geldblockaden, über die niemand spricht

    Viele Menschen arbeiten hart. Sie bilden sich weiter. Sie haben Ziele. Und trotzdem bleibt am Monatsende oft nur Frust.

    Das Gefühl, ständig hinterherzulaufen.

    Das Gefühl, dass andere scheinbar „leichter“ vorankommen.

    Das Gefühl, dass Geld immer schneller verschwindet, als es kommt.

    Der Grund liegt selten im Einkommen allein. Studien zeigen: Finanzielles Verhalten ist zu einem großen Teil psychologisch geprägt. Unsere inneren Überzeugungen steuern Sparverhalten, Risikobereitschaft, Konsumentscheidungen und sogar unsere Karriereambitionen.

    Diese Überzeugungen nennt man Glaubenssätze.

    Sie entstehen früh. Durch Eltern, Schule, Gesellschaft, Medien. Und sie wirken im Hintergrund wie ein unsichtbares Betriebssystem.

    Typische Geld-Glaubenssätze sind:

    „Ich bin einfach schlecht mit Geld.“

    „Reiche Menschen sind egoistisch.“

    „Geld macht nicht glücklich.“

    „Ich werde nie wirklich wohlhabend sein.“

    „Sparen liegt mir nicht.“

    „Ich bin kein Zahlenmensch.“

    Das Problem: Dein Gehirn behandelt diese Sätze wie Fakten – nicht wie Meinungen. Und es sucht ständig nach Beweisen, um sie zu bestätigen. Dieses Phänomen ist als Bestätigungsfehler (Confirmation Bias) bekannt, beschrieben unter anderem von Daniel Kahneman.

    So entsteht ein Teufelskreis:

    Du glaubst, du kannst nicht sparen → du handelst unbewusst so → das Ergebnis bestätigt den Glauben → der Glaubenssatz verfestigt sich.

    3 praktische Schritte, um dein Money-Mindset neu zu programmieren

    1. Erkenne deine Geld-Glaubenssätze – ohne Urteil

    Der erste Schritt ist Bewusstsein. Nicht Veränderung.

    Beobachte dich über mehrere Tage. Welche Sätze denkst oder sagst du im Zusammenhang mit Geld? Beim Einkaufen. Beim Blick aufs Konto. Bei Gesprächen über Gehalt oder Preise.

    Schreibe mindestens zehn dieser Sätze auf. Wort für Wort.

    Wichtig: Nicht bewerten.

    Kein „Das ist schlecht“. Kein „Das müsste anders sein“.

    Nur beobachten.

    Allein dieser Schritt aktiviert bereits dein bewusstes Denken und schwächt automatische Muster.

    2. Formuliere neue Überzeugungen, die glaubwürdig sind

    Viele Menschen scheitern an Affirmationen, weil sie zu weit von ihrer Realität entfernt sind.

    Aus „Ich bin arm“ wird nicht sinnvoll „Ich bin Millionär“. Dein Gehirn glaubt das nicht. Es erzeugt inneren Widerstand.

    Besser sind wachstumsorientierte, realistische Sätze:

    Aus

    „Ich kann nicht mit Geld umgehen.“

    wird

    „Ich lerne, Schritt für Schritt besser mit Geld umzugehen.“

    Aus

    „Geld ist immer knapp.“

    wird

    „Ich entwickle neue Wege, Geld bewusster zu nutzen.“

    Sprich diese Sätze laut. Stimme, Körperhaltung und Emotion verstärken die neuronale Verankerung. Das zeigen Studien zur emotionalen Konditionierung.

    3. Verknüpfe neue Glaubenssätze mit Ritualen

    Gewohnheiten entstehen durch Wiederholung im Kontext.

    Deshalb ist ein Money-Affirmations-Ritual so wirkungsvoll. Wähle einen Moment, der ohnehin täglich stattfindet:

    Zähneputzen.

    Kaffee am Morgen.

    Spaziergang.

    Dusche.

    In diesem Moment wiederholst du deine neuen Überzeugungen. Kurz. Klar. Emotional.

    Beispiele:

    „Ich bin offen für finanziellen Wohlstand.“

    „Ich übernehme Verantwortung für meine Finanzen.“

    „Geld ist ein Werkzeug, das ich bewusst nutze.“

    Wenige Sätze. Täglich. Über Wochen.

    So wird aus bewusster Anstrengung eine neue Normalität.

    Was du heute tun kannst

    Wenn du nur eine Sache aus diesem Artikel mitnimmst, dann diese:

    👉 Finde den einen Satz, der dich finanziell am meisten blockiert.

    Schreibe ihn auf.

    Formuliere eine neue, realistische Version daneben.

    Lies sie dreimal täglich laut – für sieben Tage.

    Beobachte, was sich verändert. In deinem Denken. In deinem Verhalten. In deinen Entscheidungen.

    Und wenn du jemanden kennst, der ständig sagt:

    „Geld ist bei mir immer knapp.“

    Dann teile diesen Artikel.

    Vielleicht ist nicht das Geld das Problem – sondern der Satz dahinter.

    Quellen & Studien

    • Harvard University (2021): Subconscious Information Processing
    • Kahneman, D. (2011): Thinking, Fast and Slow
    • Dispenza, J. (2012): Breaking the Habit of Being Yourself
    • Stanford University, Neuropsychology Department (2020): Belief Reprogramming & Neuroplasticity

    Kontakt

    Christian Freimann

    📧 christian.freimann@mentalsteelfactory.com

    📞 +49 177 40 56 582

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  • 2.6 Outdoor-Coaching für finanzielle Klarheit:Warum  du für dein Geld rausgehen solltest

    2.6 Outdoor-Coaching für finanzielle Klarheit:Warum du für dein Geld rausgehen solltest

    Wie Natur dein Money-Mindset verändert – und warum der Weg zu finanzieller Freiheit draußen beginnt.

    95 % deiner finanziellen Entscheidungen triffst du unbewusst

    Harvard-Forschende gehen davon aus, dass wir täglich bis zu 35.000 Entscheidungen treffen – die meisten davon automatisch und gefärbt von Emotionen, Prägungen und inneren Mustern.

    Auch beim Thema Geld.

    Studien zeigen:

    Nicht Einkommen, nicht Intelligenz und nicht Bildung bestimmen langfristig deine finanzielle Realität –

    sondern dein Mindset.

    👉 Du kannst ein sechsstelliges Gehalt haben – und trotzdem jeden Monat kämpfen.

    👉 Oder du kannst durchschnittlich verdienen – und dennoch finanziell frei werden.

    Der Unterschied liegt in deinen inneren Entscheidungen.

    Und die entstehen nicht am Schreibtisch.

    Sie entstehen in deinem Kopf – und sie verändern sich am schnellsten in Bewegung.

    Der Kampf ums Geld beginnt früh – und wirkt lange

    Viele Menschen tragen unbewusste Glaubenssätze mit sich herum wie:

    • „Geld verdirbt den Charakter.“
    • „Ich bin einfach kein Zahlentyp.“
    • „Reiche haben es leichter.“

    Diese Sätze sind nicht nur Ideen.

    Sie sind Programme, die deine Geld-Gewohnheiten steuern:

    wie du einkaufst, investierst, sparst – oder ob du dich überhaupt traust, mit Geld zu wachsen.

    📊 Die University of Cambridge fand heraus:

    Finanzverhalten wird bereits mit sieben Jahren geprägt.

    Das bedeutet:

    Du kämpfst heute wahrscheinlich nicht gegen aktuelle Probleme –

    sondern gegen Muster, die nicht mal von dir stammen.

    Indoor darüber nachzudenken bringt oft wenig.

    Weil dieselben Räume dieselben Gedanken triggern.

    Doch draußen – im Wald, im Wind, im Gehen –

    beginnt dein System flexibler zu werden.

    Du kommst raus aus deinem Kopf – und rein in dein Gefühl.

    Outdoor-Coaching schafft Abstand, Klarheit und Mut.

    Weil dein Geist in der Natur anders arbeitet: ruhiger, offener, ehrlicher.

    Dein Money-Mindset erkennen und neu programmieren

    Die Neuropsychologie liefert einen klaren Befund:

    Geld ist emotional – nicht rational.

    💡 Carol Dweck (Stanford University) prägte den Begriff Growth Mindset:

    Menschen, die glauben, dass Veränderung möglich ist,

    treffen andere Entscheidungen – und erzielen andere Ergebnisse.

    Das gilt besonders fürs Geld.

    🔬 Behavioral Finance (Kahneman & Tversky, 1979) zeigt:

    • Wir überschätzen Risiken.
    • Wir klammern uns an Sicherheit – auch wenn sie schadet.
    • Wir treffen Geldentscheidungen anhand von Angst, nicht anhand von Logik.

    Kurz:

    Finanzieller Erfolg ist weniger ein Wissens-, sondern ein Emotionsproblem.

    Und genau deshalb wirkt Outdoor-Coaching:

    Wenn du in Bewegung kommst, kommt auch dein Denken in Bewegung.

    Der Körper beruhigt das Nervensystem.

    Das Nervensystem beruhigt deine Geld-Emotionen.

    Die Geld-Emotionen beruhigen deine Entscheidungen.

    👉 Geld beginnt im Kopf –

    aber Klarheit entsteht selten zwischen vier Wänden.

    Drei Schritte, die dein Money-Mindset sofort verändern

    1) Erkenne deine Glaubenssätze

    Schreibe spontan zehn Sätze auf, die du mit Geld verbindest.

    Markiere alle, die negativ oder limitierend sind.

    Beispiel:

    „Ich kann nicht mit Geld umgehen.“

    ➡️ Formuliere bewusst um:

    „Ich lerne gerade, besser mit Geld umzugehen.“

    Kleine sprachliche Änderungen erzeugen große innere Effekte.

    Weil Worte Programme sind.

    2) Starte ein Money-Journal

    Nimm dir täglich 3–5 Minuten und frage dich:

    • Welche Geldentscheidung habe ich heute getroffen?
    • Was hat mich geleitet – Angst, Hoffnung, Klarheit?

    Bewusstsein ist der erste Schritt zu finanzieller Freiheit.

    Denn du kannst nichts verändern, was du nicht siehst.

    3) Umgebung prägt Geld – wähle weise

    Umgib dich mit Menschen, die finanziell wachsen wollen – nicht nur darüber reden.

    Konsumiere Inhalte, die dich stärker machen – nicht nur unterhalten.

    Beweg dich draußen, wenn du eine wichtige Geldentscheidung treffen willst.

    Dein Umfeld ist wie ein finanzieller Thermostat:

    Es bestimmt, was du für „normal“ hältst –

    und damit auch, was du für möglich hältst.

    Was du heute tun kannst

    🟢 Setz dich 10 Minuten hin und beantworte diese drei Fragen:

    1. Welche Gedanken über Geld halten mich zurück?
    2. Welche Geldgewohnheit will ich ändern?
    3. Was wäre heute ein kleiner mutiger Schritt Richtung finanzieller Freiheit?

    Vielleicht:

    • ein Depot eröffnen
    • ein Money-Journal starten
    • einen Glaubenssatz umformulieren
    • eine Outdoor-Session einplanen

    🔁 Teile den Beitrag mit jemandem, der glaubt, dass Geld nur eine Zahl ist.

    Denn Geld ist kein Kontostand –

    es ist ein Spiegel deiner Denk- und Entscheidungsqualität.

    Der Weg zu mehr Geld beginnt nicht bei der Bank –

    sondern bei dir.

    Quellen & Studien

    • Harvard Business Review (2019): Unconscious Decision Making
    • University of Cambridge (2013): Habit Formation in Early Childhood
    • Dweck, C. (2006): Mindset
    • Kahneman, D. & Tversky, A. (1979): Prospect Theory

    Kontakt

    📧 christian.freimann@mentalsteelfactory.com

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  • 2.5 💸 ETF-Sparpläne sind für Einsteiger der Ausweg – warum Tagesgeld (allein) keine Lösung ist

    2.5 💸 ETF-Sparpläne sind für Einsteiger der Ausweg – warum Tagesgeld (allein) keine Lösung ist

    Die stille Enteignung – und wie du sie stoppst

    Inflation frisst Kaufkraft. 2022 lag sie in Deutschland bei rund 5,9 %, 2023 immer noch bei 5,4 %.

    Das bedeutet: 10.000 € auf dem Tagesgeldkonto sind real ein Jahr später nur noch etwa 9.400 € wert.

    Diese Lücke spürst du nicht sofort – aber sie arbeitet täglich gegen dich.

    Die gute Nachricht: Du brauchst keinen großen Startbetrag, keinen Geheimtipp, kein Profi-Know-how.

    Du brauchst ein System, das nachweislich über Jahre die Inflation schlagen kann:

    einen ETF-Sparplan.

    Warum betrifft das so viele?

    Deutschland ist Sparweltmeister – aber oft im falschen Vehikel.

    Mehr als 40 % des privaten Geldvermögens liegen laut Bundesbank in Bargeld, Giro- oder Tagesgeldkonten.

    Das fühlt sich sicher an, ist kurzfristig flexibel – und verliert real an Wert, sobald die Inflation über dem Zins liegt.

    Was hält Menschen ab, zu investieren?

    • Verlustaversion: „Lieber wenig als gar nichts verlieren.“
    • Verfügbarkeitsbias: Wir erinnern uns an Crash-Schlagzeilen, nicht an 10-Jahres-Renditen.
    • Komplexitätsangst: Produkte, Kürzel, Steuern – klingt kompliziert.
    • Timing-Illusion: Der perfekte Einstiegspunkt wird gesucht – und nie gefunden.

    Ergebnis: Aufschieben.

    Doch Aufschieben ist eine Entscheidung – gegen den Zinseszinseffekt und für Kaufkraftverlust.

    ETF-Sparpläne als Ausweg aus der Inflationsfalle

    Breite Streuung, niedrige Kosten, automatisches Dranbleiben

    ETFs (Exchange Traded Funds) bilden ganze Indizes ab – z. B. den MSCI World mit ~1.600 Unternehmen aus 20+ Industrieländern.

    Du investierst nicht in eine Firma, sondern in einen Weltkorb. Das senkt Klumpenrisiken.

    • Langfristige Renditen > Inflation
      Historisch lagen globale Aktienrenditen im mehrjährigen Durchschnitt deutlich über der Inflation.
      Ein breit gestreuter Welt-ETF kann – über lange Zeiträume – realen Vermögenszuwachs ermöglichen.
      (vgl. Uni Zürich, 2021; MSCI World Historie)
    • Automatisierung reduziert Fehler
      Ein monatlicher Sparplan (Dollar-Cost Averaging) nimmt Timing-Druck raus.
      Du kaufst in guten wie in schlechten Phasen – Emotionen haben weniger Macht.
      Verhaltensökonomie (Thaler & Sunstein, 2008) zeigt: Defaults und Automatiken verbessern Entscheidungen messbar.
    • Kosten sind ein Rendite-Hebel
      ETFs haben oft TER von 0,1–0,3 % p. a., aktive Fonds liegen häufig bei 1–2 %.
      Über Jahrzehnte ist dieser Unterschied massiv.

    Wichtig: Ein ETF ist kein Sparbuch. Kursschwankungen gehören dazu.

    Wer jedoch Jahre statt Monate denkt, diszipliniert investiert und breit streut, gibt sich statistisch die besseren Chancen.

    Drei praktische Tipps (ohne Overload, mit Wirkung)

    ✅ 1) Starte klein – aber starte 

    jetzt

    • Richte einen automatischen Monatsbetrag ein (z. B. 25–200 €).
    • Zahl zuerst dich (Dauerauftrag am Zahltag), dann alle anderen.
    • Denke in Jahren, nicht in Wochen. Zinseszins lebt von Zeit im Markt.

    Faustregel: Lieber 50 € heute als 500 € „irgendwann“.

    🌍 2) Nimm die Welt in den Korb

    • MSCI World oder FTSE All-World als Basis (breite Streuung nach Ländern & Branchen).
    • TER möglichst niedrig, replizierender physischer ETF, ausreichend Fondsvolumen.
    • Optional: Beimischen – z. B. Small Caps oder Emerging Markets, aber nur, wenn du Schwankungen aushältst.

    Keep it simple. Ein einziger Welt-ETF ist für Einsteiger oft vollkommen ausreichend.

    🧠 3) Bleib investiert – gerade in stürmischen Phasen

    • Marktschwankungen sind normal. Abwärtsphasen sind Teil des Systems.
    • Crash-Verhalten entscheidet über Ergebnis: Wer unten verkauft, realisiert Verluste.
    • Stell dir eine Regel auf: „Ich stoppe Sparpläne nicht wegen Schlagzeilen.“

    Disziplin schlägt Genialität. Dein Vorteil ist ein Plan, nicht ein Bauchgefühl.

    Was du heute tun kannst (15-Minuten-Checkliste)

    1. Depot eröffnen bei einem seriösen Anbieter.
    2. ETF wählen (Welt-ETF, TER niedrig, physische Replikation).
    3. Sparplan einrichten (z. B. 50–150 €/Monat).
    4. Automatisieren (Dauerauftrag am Zahltag, „Pay yourself first“).
    5. Regel definieren (z. B. „Ich bewerte nur quartalsweise.“).

    Bonus (optional):

    • Notgroschen (3–6 Monatsausgaben) auf Tagesgeld – dafür ist Tagesgeld gut.
    • Weiterbildung: Wöchentlich 45 Min. Finanzwissen (Artikel, Buch, Podcast).
    • Progress sichtbar machen: Dashboard/Excel: Einzahlungen, Depotwert, Sparrate.

    Kleiner Start, klare Routine, langer Atem. So kommt man aus dem Hamsterrad.

    Quellen

    • Universität Zürich (2021): „Langfristige Renditen von ETF-Anlagen“.
    • Thaler, R. H. & Sunstein, C. R. (2008): Nudge: Improving Decisions About Health, Wealth, and Happiness.
    • Bundesbank (2023): „Sparverhalten der Deutschen“.
    • MSCI Inc. (2024): „MSCI World Index – Historical Performance“.

    (Hinweis: Die genannten Quellen stützen die Grundmechanik: breite Diversifikation, langfristige Renditen, Verhaltenswirkung von Automatiken und Kosten.)

    Du möchtest mehr erfahren?

    Christian Freimann

    📞 +49 177 40 56 582

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    🌐 mentalsteelfactory.de

  • 2.4 Finanzielle Freiheit ist ein Weg – wie du ihn heute startest

    2.4 Finanzielle Freiheit ist ein Weg – wie du ihn heute startest

    Die größte Hürde ist nicht das Geld – es ist das Bild im Kopf

    84 % der Menschen glauben, finanzielle Freiheit sei „nur etwas für Reiche“.

    Das zeigt eine YouGov-Umfrage (2022) – und sie trifft einen Nerv: Wer Freiheit mit Luxusvilla, Insel und „nie wieder arbeiten“ verwechselt, kapituliert, bevor er losgeht.

    Doch finanzielle Freiheit ist kein Endzustand, sondern ein Weg. Und dieser Weg beginnt nicht mit Reichtum – sondern mit einer Entscheidung.

    Die entscheidende Frage lautet daher nicht: „Kann das jeder?“

    Sondern: „Bin ich bereit, Verantwortung zu übernehmen und heute zu starten?“

    Das falsche Bild lähmt – und macht abhängig

    Wir bekommen seit Jahren denselben Film serviert:

    • Passives Einkommen ohne Aufwand.
    • Ein Haus am Meer, endlose Zeit.
    • „Rente mit 40“ als einziges Happy End.

    Für Einsteiger ist dieses Bild nicht inspirierend, sondern demotivierend.

    Es vermittelt: „Das ist nichts für mich.“

    Die Folge: Aufschieben, Überforderung, Orientierungslosigkeit.

    Die Realität sieht anders aus:

    Finanzielle Freiheit ist Wahlfreiheit – in Stufen.

    Sie beginnt nicht bei 10.000 € Cashflow pro Monat.

    Sie beginnt bei deiner ersten Entscheidung:

    • 1.000 € Rücklagen, die dir nachts Ruhe geben.
    • Eine Schuldenrate, die sinkt statt steigt.
    • Ein freier Nachmittag pro Woche für dein Skill-Building.

    Das sind Mikro-Freiheiten – und sie verändern dein Leben schneller, als du denkst.

    Die zweite Hürde: Wir überschätzen, was wir in 3 Monaten schaffen, und unterschätzen, was 3 Jahre gutes Systems bewirken.

    Statt Systeme zu bauen (Budget, Rücklagen, Sparplan, Skill-Invest), suchen viele nach dem „einen“ Investment.

    Die Folge: Frust, Fehler, Fokusverlust.

    Freiheit ist Selbstwirksamkeit + Finanzkompetenz

    1 Selbstwirksamkeit (Bandura, 1977)

    Die Positive Psychologie nennt es Self-Efficacy: das Vertrauen, durch eigene Handlungen Ergebnisse zu verändern.

    Übertragen auf Finanzen heißt das: Du steuerst Geld – nicht umgekehrt.

    Und dieses Gefühl entsteht nicht durch Motivation oder Memes, sondern durch erfolgreiche, kleine Schritte:

    • Erstes Polster (500–1.000 €) → weniger Stress → klarere Entscheidungen.
    • Erster ETF-Sparplan (z. B. 50–200 €) → Momentum → Identität: „Ich bin jemand, der investiert.“
    • Erste Schuldenreduktion → Zinswende → Selbstvertrauen.

    Banduras Forschung zeigt, was wirkt:

    • Mastery Experiences: kleine, echte Erfolge.
    • Role Models: Vorbilder mit ähnlichen Startbedingungen.
    • Verbale Ermutigung: ein Umfeld, das deine Fortschritte sichtbar macht.

    2 Finanzkompetenz als Hebel (OECD, 2020)

    Die OECD Financial Literacy & Inclusion Survey belegt:

    Nicht das Einkommen, sondern Finanzbildung ist der größte Hebel für Stabilität und Wachstum.

    Menschen mit höherer Finanzkompetenz …

    • budgetieren konsistenter,
    • bilden häufiger Rücklagen,
    • investieren langfristig und stressresistenter.

    Kurz: Wissen → Verhalten → Ergebnis.

    Oder pragmatisch: Eine Stunde Lernen pro Woche verändert dein Vermögen in drei Jahren mehr als jeder „Geheimtipp“.

    3 Reframing von Wohlstand (Smith, 2021)

    Barbara R. Smith schlägt vor, Wohlstand neu zu definieren: nicht Luxus, sondern Handlungsfreiheit.

    Nicht „Ferrari vs. Fahrrad“, sondern Systeme, die dich tragen:

    • Budget,
    • Notgroschen,
    • sinnvoller Versicherungsschutz,
    • Spar- und Invest-Automatiken,
    • gezielte Skill-Investitionen (die deine Einkommensfähigkeiten erhöhen).

    Mit diesem Reframing entsteht ein realistischer Weg:

    Du verschiebst nicht den Start, bis „mehr Geld“ da ist – du baust dir Systeme, die auch mit kleinem Start funktionieren und mit dir mitwachsen.

    Drei konkrete Schritte – egal, wo du heute stehst

    1) Finanzielle Freiheit ist individuell.

    Sag nicht: „Ich will reich sein.“ Sag:

    • „Ich will eine 4-Tage-Woche in 18 Monaten.“
    • „Ich will 0 € Konsumschulden in 12 Monaten.“
    • „Ich will 6 Monatsausgaben Rücklage in 24 Monaten.“

    Schreibe 2–3 Freiheitskriterien auf.

    Mach sie messbar (Betrag, Datum, Prozent).

    Warum? Klarheit bündelt Energie. Ohne Ziel kein System, ohne System kein Fortschritt.

    Mini-Übung (5 Minuten):

    Formuliere deine Freiheitsformel:

    Rücklage: 3–6 Monatsausgaben + Sparquote: 10–20 % + Skill-Invest: 3–5 % + Schuldenquote: ↓ Monat für Monat

    2) Starte mit Mikro-Freiheiten

    Du brauchst keinen perfekten Plan – du brauchst Reibungslosigkeit.

    • 100 € Notgroschen noch diesen Monat.
    • Automatik: Dauerauftrag am Zahltag (zuerst du, dann die Rechnungen).
    • 1 Terminfreie Schaffenszeit pro Woche für Skill-Aufbau (z. B. Verkauf, Coding, Präsentieren, Verhandeln).

    Warum „Mikro“?

    Weil kleine, sichere Schritte Banduras Selbstwirksamkeit exakt triggern.

    Das macht dich resilient – auch, wenn Rückschläge kommen.

    3) Lerne 1× pro Woche über Geld – bewusst, nicht nebenbei

    Setz dir einen fixen Lerntermin (z. B. Mittwoch 20:00–20:45 Uhr).

    Inhalte:

    • Bücher/Artikel (Finanzbasics, Behavioral Finance, Steuern, ETFs),
    • Podcasts (Fallstudien, Interviews),
    • Gespräche (Mentor, Community, Finanz-Buddy).

    Ziel: eine Einsicht → eine kleine Entscheidung → eine Umsetzung.

    OECD zeigt: Regelmäßigkeit schlägt Intensität.

    Dein Vorteil: Du wirst finanziell sprachfähig – und das ändert dein Verhalten im Alltag (Einkauf, Verträge, Karriereentscheidungen).

    Deine erste Freiheitsformel heute

    Nimm dir heute 15 Minuten und beantworte schriftlich:

    1. Was würde sich konkret in meinem Alltag ändern, wenn ich finanziell freier wäre (Zeit, Arbeit, Ort, Sicherheit)?
    2. Was ist der kleinste erste Schritt, den ich noch heute gehen kann (100 € Notgroschen, 10 % Gehaltsautomat, 1 Lerntermin, 1 Abo kündigen)?

    Dann tust du genau das – heute.

    Kein Perfektionismus. Bewegung schlägt Bedenken.

    Schick den Artikel an jemanden, der oft sagt:

    „Finanzielle Freiheit? Nicht für Leute wie mich.“

    Vielleicht ist genau dieser Realitäts-Check der Startschuss – erst anders zu denken, dann anders zu handeln.

    Quellen

    • Smith, B. R. (2021) – Reframing Wealth: Empowering Definitions for the Middle Class.
    • YouGov Deutschland (2022) – Einstellungen zur finanziellen Unabhängigkeit.
    • Bandura, A. (1977) – Self-Efficacy: Toward a Unifying Theory of Behavioral Change.
    • OECD (2020) – Financial Literacy & Inclusion Survey.

    Kontakt

    Christian Freimann

    📧 christian.freimann@mentalsteelfactory.com

    📞 +49 177 40 56 582

    🌐 mentalsteelfactory.de

  • 2.3 3-Konten-Modell: Die einfachste Finanzstruktur für Einsteiger – und wie du sie heute startest

    2.3 3-Konten-Modell: Die einfachste Finanzstruktur für Einsteiger – und wie du sie heute startest

    78 % der Deutschen haben keinen Überblick über ihre Finanzen.

    Automatisierung schlägt Willenskraft.

    In einer vielzitierten Studie stieg die Teilnahme an Sparplänen sprunghaft von 49 % auf 86 %, nur weil die Voreinstellung geändert wurde – von „opt-in“ auf „opt-out“. Diese Kraft der Standards kannst du für deine Finanzen nutzen: mit dem 3-Konten-Modell. 

    Viele Menschen fühlen sich von Kontobewegungen überrollt. Die gute Nachricht: Du brauchst kein Finanzgenie – du brauchst Struktur, die sich selbst trägt. Das 3-Konten-Modell ist genau das: klar, leicht, wirksam. Und: Es funktioniert im echten Leben, nicht nur auf Papier.

    Sein psychologisches Fundament: Nudges und mentales Kontieren – also kleine, kluge Rahmenbedingungen, die dich automatisch zu besseren Entscheidungen lenken.

    warum betrifft das so viele?

    Ein Konto, alle Zwecke.

    Gehalt rein, Miete raus, Karte zücken, Abo hier, Spontankauf da – und am Monatsende bleibt die Frage: „Wo ist das ganze Geld hin?“ Ein einziges Gemischtwaren-Konto macht Prioritäten unsichtbar.

    Drei unsichtbare Gegner:

    • Entscheidungsmüdigkeit: Hunderte Mikro-Entscheidungen kosten Energie. Ohne klare Töpfe wird Sparen zur Dauerdisziplin.
    • Gegenwartsbias: Heute gönnen fühlt sich stärker an als morgen vorsorgen – vor allem, wenn Zukunftsgeld bequem zugreifbar ist.
    • Fehlende Standards: Ohne Automatiken ist der „Default“ meist Konsum. Und der gewinnt. Studien zeigen: Voreinstellungen dominieren Verhalten – bei Teilnahme, Rate und Auswahl.  

    Deutschland-Kontext:

    Berichte wie der SCHUFA Risiko- und Kredit-Kompass dokumentieren regelmäßig Muster im Kreditverhalten und regionale Unterschiede beim Überschuldungsrisiko. Wer keine robuste Budgetstruktur hat, reagiert später – statt früh zu steuern. 

    Kurz: Fehlende Struktur ist teuer. Nicht, weil du „schlecht im Rechnen“ bist – sondern weil unser Gehirn ohne Leitplanken so entscheidet, wie es eben entscheidet.

    Das 3-Konten-Modell, wissenschaftlich fundiert

    Das 3-Konten-Modell ist radikal einfach: Du trennst Geld nach Funktion, nicht nach Zufall.

    So nutzt du mentale Konten bewusst – statt ihnen ausgeliefert zu sein. 

    Die drei Konten

    1. Alltagskonto – alles, was regelmäßig anfällt: Miete, Strom, Versicherungen, Lebensmittel, Mobilität.
    2. Spaßkonto – bewusstes Genießen: Freizeit, Hobbys, kleine Extras.
    3. Zukunftskonto – Rücklagen und Investments: Notgroschen, größere Ziele, ETF-Sparplan etc.

    Warum das wirkt (die Forschung dahinter)

    • Mentales Kontieren (Mental Accounting): Menschen ordnen Geld in „Töpfe“ und verhalten sich in jedem Topf anders. Richtig gerahmt (Framing) hilft diese Tendenz – sie wird zur Selbstkontroll-Technik.  
    • Behavioral Life-Cycle: Haushalte betrachten Einkommen, Vermögen und Zukunftsgeld nicht als völlig austauschbar. Separate Töpfe reduzieren Versuchungen und erhöhen die Chance, Ziele zu erreichen.  
    • Nudges & Defaults: Automatische Daueraufträge am Monatsanfang machen Sparen zum Standard – Konsum wird zur bewussten Abweichung. Genau das zeigt die Forschung zu Voreinstellungen.  

    Der simple Start-Split (empfohlen, anpassbar)

    • 70 % Alltag
    • 20 % Zukunft
    • 10 % Spaß

    Warum 10 % Spaß? Weil Verbote scheitern. Ein eingeplanter Genuss-Topf entlastet Willenskraft – und schützt das Zukunftskonto vor „kleinen Ausnahmen“, die am Ende groß sind.

    So sieht das im Alltag aus

    • Gehalt trifft ein → Drei Daueraufträge: 70/20/10.
    • Einkäufe, Abos, Rechnungen laufen nur über das Alltagskonto.
    • Luxuskaffee? Spaßkonto.
    • Notgroschen / ETF? Zukunftskonto – außer Reichweite der Spontanität.

    Das Ergebnis: Klarheit in Sekunden. Kein Rätselraten, was „noch übrig“ ist. Jede Ausgabe hat einen Zweck und einen Ort.

    Drei praktische Tipps – sofort umsetzbar

    Tipp 1: 30-Minuten-Setup (ohne Papierkrieg)

    • Alltagskonto bleibt dein bestehendes Giro.
    • Eröffne zwei kostenlose Direktbank-Konten online (Zukunft, Spaß).
    • Richte Daueraufträge ein – am 1. des Monats, kurz nach Gehaltseingang.
    • Setze Mini-Schwellen:
      • Zukunft: Nie unter 3 Monatsausgaben (Notgroschen), danach investieren.
      • Spaß: Ist leer? Keine Ausnahme bis zum nächsten Monat.
        So werden Ziele zur Voreinstellung – nicht zur guten Absicht.  

    Tipp 2: Sichtbarkeit & Feedback – mach Fortschritt spürbar

    • Smartphone-Widget: Zeige nur Zukunft & Spaß. Alltag ist Hintergrundrauschen.
    • Regel „5 Klicks“: Wenn eine Ausgabe mehr als 5 Klicks aus dem Zukunftskonto erfordert, überlegst du doppelt. Reibung diszipliniert – ein klassischer Nudge.  
    • Mini-Review freitags (10 Min.): Eine kurze Checkliste:
      1. Habe ich den Spaßrahmen eingehalten?
      2. Wächst das Zukunftskonto?
      3. Droht im Alltag eine Abbuchung, die ich optimieren kann?

    Tipp 3: Regeln, die halten (ohne Diskussionen)

    • „Pay yourself first“: Zukunftskonto wird vor allem anderen bedient.
    • „Einmal im Monat entscheiden“: Prozent-Split nur am Monatsende anpassen – nicht im Impuls.
    • „Kein Geld hin- und herschieben“: Spaß bleibt Spaß. Zukunft bleibt Zukunft.
      Diese Regeln nutzen mentales Kontieren als Schutzschild. Du entkoppelst Wünsche von Zielen – und musst nicht täglich verhandeln.

    Was du heute tun kannst

    1. Eröffne jetzt zwei Zusatzkonten (Zukunft & Spaß).
    2. Stelle drei Daueraufträge ein: 70 % / 20 % / 10 %.
    3. Lege deinen Notgroschen-Zielwert fest (3 Monatsausgaben).
    4. Starte mit 1 % mehr Zukunft als bequem – und steigere vierteljährlich.
    5. Mach es sichtbar: Homescreen-Widget + wöchentliches 10-Minuten-Review.

    Du brauchst keine perfekte Zahl. Du brauchst Momentum.

    Heute starten schlägt „nächsten Monat perfekt“.

    🔁 Teile diesen Artikel mit einem Freund, der immer sagt:

    „Ich müsste mich mal um meine Finanzen kümmern.“

    Sag ihm: Jetzt ist der Moment.

    Quellen (Auswahl)

    1. Thaler & Sunstein (2008/2021) – Nudge: Improving Decisions about Health, Wealth, and Happiness. Yale University Press.  
    2. Thaler (1999) – Mental Accounting Matters. Journal of Behavioral Decision Making, 12(3), 183–206.  
    3. Shefrin & Thaler (1988) – The Behavioral Life-Cycle Hypothesis. Economic Inquiry, 26(4), 609–643.  
    4. Madrian & Shea (2001) – The Power of Suggestion: Inertia in 401(k) Participation and Savings Behavior. Quarterly Journal of Economics, 116(4), 1149–1187.  
    5. SCHUFA (2023) – Risiko- und Kredit-Kompass 2023 (inkl. Private Debt Index).

    Du möchtest mehr erfahren?

    Dann melde dich bei Christian Freimann

    • Telefon: +49 177 40 56 582
    • E-Mail: Christian.freimann@mentalsteelfactory.com
  • 2.2 Money-Mindset: Warum deine Gedanken über Geld wichtiger sind als dein Gehalt

    2.2 Money-Mindset: Warum deine Gedanken über Geld wichtiger sind als dein Gehalt

    Wie du unbewusste Muster erkennst, neu programmierst und echte finanzielle Freiheit erreichst

    95 % deiner finanziellen Entscheidungen triffst du unbewusst

    Laut einer Studie der Harvard Business School treffen wir täglich rund 35.000 Entscheidungen – die meisten davon laufen automatisch ab. Auch beim Geld.

    Ob du sparst oder konsumierst, investierst oder zögerst – dein Unterbewusstsein hat längst entschieden, bevor dein Verstand nachdenkt.

    👉 Die Wahrheit ist unbequem:

    Du kannst ein sechsstelliges Gehalt haben – und trotzdem pleite sein.

    Oder du kannst mit durchschnittlichem Einkommen Wohlstand aufbauen.

    Warum?

    Weil deine Gedanken deine Entscheidungen formen. Und diese Entscheidungen bestimmen dein finanzielles Leben.

    Der innere Kampf um Geld beginnt früh

    Viele Menschen kämpfen nicht mit Zahlen, sondern mit Emotionen und Glaubenssätzen, die tief in der Kindheit verankert sind.

    Sätze wie:

    • „Geld verdirbt den Charakter.“
    • „Ich bin einfach kein Zahlentyp.“
    • „Reiche haben es leichter.“

    Diese Gedanken wirken wie unsichtbare Fesseln. Sie halten dich zurück, ohne dass du es merkst.

    Sie beeinflussen, ob du in Chancen oder in Risiken denkst, ob du investierst oder wartest, ob du Wachstum zulässt oder dich klein hältst.

    📊 Eine Untersuchung der University of Cambridge (2013) zeigt:

    Finanzverhalten wird bereits im Alter von sieben Jahren geprägt.

    Das bedeutet: Du kämpfst heute vielleicht mit Programmen, die du nie bewusst gewählt hast – Programme, die von Eltern, Lehrern oder dem Umfeld stammen.

    Und so wiederholt sich unbemerkt ein Muster:

    Menschen mit limitierenden Überzeugungen sabotieren unbewusst ihren finanziellen Fortschritt.

    Sie sparen falsch, investieren zu spät oder meiden Entscheidungen aus Angst, einen Fehler zu machen.

    Dein Money-Mindset erkennen und neu programmieren

    Die Neuropsychologie und Verhaltensökonomie liefern eine klare Botschaft:

    Geldkompetenz ist kein Talent. Sie ist ein trainierbarer mentaler Zustand.

    💡 Carol Dweck, Professorin an der Stanford University, prägte den Begriff des Growth Mindset – also der Überzeugung, dass Fähigkeiten durch Lernen und Erfahrung wachsen können.

    Wer glaubt, sich verändern zu können, handelt mutiger, bleibt länger dran – und erzielt bessere Ergebnisse.

    Das gilt auch fürs Geld.

    Menschen mit einem statischen Mindset sagen:

    „Ich bin eben schlecht mit Geld.“

    Menschen mit einem Wachstums-Mindset sagen:

    „Ich lerne gerade, besser mit Geld umzugehen.“

    🔬 Auch die Forschung der Behavioral Finance (Kahneman & Tversky, 1979) bestätigt:

    Finanzieller Erfolg hängt weniger vom Wissen als von der Selbstregulation der Emotionen ab.

    Nicht der Zinseszins entscheidet zuerst – sondern deine Fähigkeit, ruhig zu bleiben, wenn andere in Panik verkaufen.

    Klartext:

    Dein Money-Mindset ist der Filter, durch den du jede finanzielle Entscheidung triffst.

    Wenn du ihn änderst, ändert sich alles – dein Verhalten, deine Gewohnheiten, deine Ergebnisse.

    Drei einfache Schritte, die dein Money-Mindset sofort verändern

    1. Erkenne deine Glaubenssätze

    Schreib spontan zehn Sätze auf, die du mit Geld verbindest.

    Beispiele:

    „Geld ist knapp.“

    „Ich muss hart arbeiten, um Geld zu verdienen.“

    „Ich verdiene nicht mehr, als ich brauche.“

    Markiere alle negativen oder limitierenden Aussagen.

    Dann formuliere sie neu – bewusst, positiv, realistisch.

    Aus „Ich kann nicht mit Geld umgehen“ wird „Ich lerne gerade, mein Geld klüger einzusetzen.“

    👉 So veränderst du schrittweise dein neuronales Muster.

    Denn laut der Neuroplastizitäts-Forschung (Doidge, 2007) passt sich dein Gehirn permanent an neue Denkmuster an.

    Jede positive Formulierung ist ein neues neuronales Signal – ein Mikro-Upgrade für dein finanzielles Selbstbild.

    2. Starte ein Money-Journal

    Reflektiere täglich für drei Minuten:

    • Welche finanzielle Entscheidung habe ich heute getroffen?
    • Was hat mich dabei geleitet – Angst, Hoffnung, Klarheit?
    • Welche Emotion war dominant, und was kann ich daraus lernen?

    Dieser kleine mentale „Check-in“ macht dir bewusst, warum du handelst, wie du handelst.

    Bewusstsein ist immer der erste Schritt zur Veränderung – und damit zur Freiheit.

    Menschen, die regelmäßig über Geld reflektieren, berichten laut einer Studie des Journal of Behavioral Decision Making über deutlich höhere finanzielle Zufriedenheit – unabhängig vom Einkommen.

    3. Umgib dich mit finanziellem Wachstum

    Dein Umfeld prägt dein Denken.

    Wenn du dich mit Menschen umgibst, die ständig über Mangel sprechen, wird dein Mindset eng.

    Wenn du dich mit Menschen umgibst, die über Chancen, Strategien und langfristige Freiheit sprechen, wächst du automatisch mit.

    👉 Lies Bücher über Finanzpsychologie.

    Höre Podcasts, die dich inspirieren.

    Sprich mit Menschen, die finanziell dort sind, wo du hinwillst.

    Dein Gehirn spiegelt die Energie deines Umfelds.

    Nutze das bewusst – als täglichen „Mindset-Booster“.

    Was du heute tun kannst

    🟢 Nimm dir 10 Minuten Zeit und beantworte ehrlich drei Fragen:

    1. Welche Gedanken über Geld halten mich zurück?
    2. Welche Geldgewohnheit will ich ändern?
    3. Was wäre heute ein kleiner, mutiger Schritt in Richtung finanzieller Freiheit?

    Vielleicht ist es, ein Depot zu eröffnen.

    Vielleicht, ein Buch über Finanzpsychologie zu lesen.

    Oder einfach, dich mit jemandem auszutauschen, der schon dort ist, wo du hinwillst.

    🔁 Teile diesen Beitrag mit jemandem, der glaubt, dass Geld nur eine Zahl ist – und nicht ein Spiegel des eigenen Denkens.

    Denn der Weg zu mehr Geld beginnt nicht bei der Bank.

    Er beginnt in deinem Kopf.

    Und der erste Schritt ist Bewusstsein.

    Quellen & Studien

    • Harvard Business Review (2019): Unconscious Decision Making
    • University of Cambridge (2013): Habit Formation in Early Childhood
    • Carol Dweck (2006): Mindset – The New Psychology of Success
    • Kahneman & Tversky (1979): Prospect Theory – An Analysis of Decision under Risk
    • Doidge (2007): The Brain That Changes Itself

    🧭 Ein Beitrag von Mental Steel Factory

    Coaching für Klarheit, Fokus und finanzielle Freiheit.

    Weil mentale Stärke = finanzielle Stärke.

    Kontakt

    Dann melde dich bei Christian Freimann

  • 2.1 Investment, Spekulation oder Verbindlichkeit? – Kennst du den Unterschied?

    2.1 Investment, Spekulation oder Verbindlichkeit? – Kennst du den Unterschied?

    1. Die meisten glauben, sie hätten „investiert“ – dabei haben sie sich verschuldet.

    „Meine Eigentumswohnung ist meine Altersvorsorge.“
    „Immobilien sind immer ein gutes Investment.“
    „Ich tue was für den Vermögensaufbau.“

    Das sind Aussagen, die man oft hört. Aber stimmen sie auch?

    📊 Laut Finanztest (2023) ist in über 60 % der Fälle eine selbstgenutzte Immobilie in den ersten 10 Jahren ein finanzielles Verlustgeschäft – durch Zinslast, Instandhaltung, Kaufnebenkosten und Opportunitätskosten.

    👉 Die Wahrheit ist:
    Nicht jede Immobilie ist ein Investment.
    Und nicht jede Entscheidung für Eigentum bringt dich deinem Ziel der finanziellen Freiheit näher.

    2. Besitz wird mit Vermögen verwechselt

    In der gesellschaftlichen Wahrnehmung ist Eigentum gleich Sicherheit.
    Doch das kann täuschen. Denn nicht alles, was dir gehört, arbeitet auch für dich.

    Gerade bei Immobilien verschwimmen die Begriffe:

    • 🔁 Investment – Dein Geld arbeitet für dich.
    • 🎲 Spekulation – Du hoffst auf zukünftige Wertsteigerung.
    • ⛓️ Verbindlichkeit – Du bezahlst laufend dafür, ohne direkten Rückfluss.

    Und viele nennen aus Unwissenheit eine Verbindlichkeit ein Vermögenswert.

    Diese Denkweise ist gefährlich – besonders für Einsteiger, die sich aus dem Hamsterrad befreien wollen und glauben, mit einer Immobilie automatisch „etwas fürs Leben“ getan zu haben.n“.

    3. Klar denken – und Immobilien richtig einordnen

    🔬 Robert Kiyosaki (Rich Dad Poor Dad) prägte den Unterschied:

    Ein Investment bringt Geld in deine Tasche. Eine Verbindlichkeit nimmt es dir heraus.

    Diese Definition ist nicht nur pragmatisch, sondern hilft dir, emotional entkoppelt zu denken – was in der Finanzwelt Gold wert ist.

    Denn laut Kahneman & Tversky (Nobelpreis für Verhaltensökonomie) handeln Menschen bei Finanzentscheidungen häufig nicht rational, sondern emotional – besonders bei großen Themen wie Wohnen und Eigentum.

    Und genau deshalb ist Klarheit so wichtig:
    Nicht jedes „Betongold“ glänzt am Ende auch finanziell.

    4. Ein Haus – drei Realitäten

    Stell dir ein Einfamilienhaus vor. Je nach Nutzung verändert sich seine finanzielle Bedeutung.

    Investment

    Du kaufst das Haus, vermietest es, und nach Abzug aller Kosten (Zinsen, Verwaltung, Instandhaltung, Steuern) bleibt monatlich ein Plus.
    Es erzeugt echten Cashflow.
    🔁 → Das Haus arbeitet für dich.

    ⚠️ Spekulation

    Du kaufst das Haus mit dem Ziel, es in 10 Jahren teurer zu verkaufen.
    Es verursacht laufend Kosten – aber du hoffst auf künftigen Wertzuwachs.
    🔁 → Das Haus kostet dich heute Geld, ohne sicheren Nutzen.

    Verbindlichkeit

    Du kaufst das Haus zur Eigennutzung, nimmst einen hohen Kredit auf, zahlst jeden Monat, bekommst aber kein Einkommen daraus.
    Dazu kommen laufende Kosten wie Grundsteuer, Reparaturen, Versicherungen.
    🔁 → Das Haus nimmt dir Geld – dauerhaft.

    Und das, obwohl es auf dem Papier „dir gehört“.

    5. Was viele nicht sehen: Die versteckten Kosten der Verbindlichkeit

    Selbstgenutzte Immobilien bergen folgende „blinden Flecken“:

    • 💸 Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler): oft 10–15 % zusätzlich
    • 🔧 Instandhaltungsrücklagen: jährlich 1–2 % des Wertes
    • 📉 fehlendes Einkommen aus dem Objekt (vs. Mietwohnung, die du vermieten könntest)
    • 🧠 psychologische Fixierung: Man bleibt an einem Ort, aus Angst, die „Investition“ zu verlieren

    Das alles bindet Kapital und Freiheit – beides zentrale Ressourcen auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit.

    6. 3 Reflexionsfragen für deinen nächsten Immobilienentscheid

    1. Kommt monatlich Geld rein – oder nur raus?

    Rechne ehrlich. Berücksichtige ALLE Kosten inkl. Rücklagen, Verwaltung, Steuern.

    2. Hoffst du – oder planst du?

    Wer nur auf Marktbewegungen setzt, spekuliert.
    Ein Investment braucht Strategie, Zahlen, Szenarien.

    3. Warum willst du kaufen?

    Weil es „jeder macht“? Weil du „angekommen sein willst“?
    Oder weil es zu deiner Freiheitsstrategie passt?

    7. Definiere, was ein echtes Investment für dich ist

    🟢 Dein Schritt heute:

    • Schreibe den Namen deiner Immobilie (oder Wunschimmobilie) auf
    • Liste alle monatlichen Einnahmen und Ausgaben auf
    • Entscheide: Ist das ein Investment, eine Spekulation – oder eine Verbindlichkeit?

    Denn:
    Es geht nicht darum, ob du Eigentum hast.
    Es geht darum, ob es dich freier macht – oder fesselt.

    🔁 Teile diesen Artikel mit jemandem, der glaubt, Eigentum sei immer Vermögen.
    Denn Wissen ist der erste Schritt zur echten Unabhängigkeit.

    Quellen & Studien:

    • Finanztest Immobilien-Check (2023)
    • Robert Kiyosaki, Rich Dad Poor Dad
    • Kahneman & Tversky, Prospect Theory in Economic Behavior (2000)
    • Bundesbank (2022), Zur Wirtschaftlichkeit von Wohneigentum
    • Statistisches Bundesamt (2023), Wohnkosten und Kaufnebenkosten im Vergleich

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